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Landschaften im Wandel. Kunst, Natur und Gesellschaft in der Schweiz 1850-1920

Museo Villa dei Cedri, Bellinzona
19. September 2020 - 17. Januar 2021

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und bis zum Ersten Weltkrieg veränderte sich die Gesellschaft in der Schweiz radikal mit der Industrialisierung und Urbanisierung, der Entwicklung der Mobilität und damit des Tourismus. Auch die Landschaft veränderte sich: Die Intensivierung der Landwirtschaft, die Verstaatlichung und der Schutz der Wälder veränderten Struktur und Erscheinungsbild.

Die «schöne Schweizer Landschaft» entsprach nicht mehr dem unverfälschten Ideal des 18. Jahrhunderts. Neben dem Wunsch nach Realismus und Modernität aber blieb die Sehnsucht nach diesem Ideal bestehen. Die großen europäischen Zentren und die Vorbilder in der Kunstgeschichte, wie die niederländischen Landschaftsmaler, hatten natürlich einen Einfluss auf die künstlerische Darstellung der Landschaft zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert in der Schweiz, aber mehr denn je schienen die Freundschaften und der kulturelle Austausch zwischen Schweizer Künstlern entscheidend zu sein – wie zum Beispiel die Ausbildung von Ferdinand Hodler bei Barthélémy Menn in Genf, der Aufenthalt von Arnold Böcklin im Atelier von Gottfried Steffan in München oder die Freundschaft zwischen Filippo Franzoni und Ferdinand Hodler. Die Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit, diese Dialoge zwischen Künstlern und Werken der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachzuerleben und zu rezipieren.

 

Mit Werken von Cuno Amiet, Edoardo Berta, Arnold Böcklin, Alexandre Calame, Gustave Castan, Hans Emmenegger, Filippo Franzoni, Otto Fröhlicher, Jacques-Elie-Abraham Hermanjat, Ferdinand Hodler, Barthélémy Menn, Alexandre Perrier, Luigi Rossi, Giovanni Segantini, Johann Gottfried Steffan, Félix Vallotton, Robert Zünd und anderen.